Projektmanagement-Methoden gibt es wie Sand am Meer. Doch welche Methode für ein Unternehmen, eine Aufgabe, ein Projekt passend ist muss jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden.
Ich suche nach Methoden die sich besonders gut für Festpreisprojekte eignen und die auf kurz-läufige Projekte ausgerichtet sind. Dazu habe ich mir das Feature-Driven-Developement Modell, kurz FDD-Modell, angesehen.
FDD-Projekte durchlaufen folgende 5 Prozesse:
- Prozess 1: Entwickle ein Gesamtmodell
- Prozess 2: Erstelle eine Feature-Liste
- Prozess 3: Plane je Feature
- Prozess 4: Entwerfe je Feature
- Prozess 5: Konstruiere je Feature
Diese wende ich nun auf meine Bedürfnisse an und setze sie wie folgt ein:
Prozess 1: Entwickle ein Gesamtmodell (Gesamtkonzept)
Ich bespreche die Gesamtaufgabe, das Ziel des Projektes, mit den hauptverantwortlichen Entwicklern. Dazu erstelle ich im KickOff-Meeting gemeinsam mit meinem Entwicklerteam ein Ablaufdiagramm zum Gesamtkonzept und notiere die Rahmenbedingungen.
Prozess 2: Erstelle eine Feature-Liste
Aufgrund des Gesamtkonzepts und des Lasten- bzw. Pflichtenheftes wird die Feature-Liste durch den Projektleiter erstellt. Diese Liste ist noch allgemein und nicht-technisch beschrieben. Diese wird mit den Entwicklern besprochen und dann aufgeteilt.
Prozess 3: Plane je Feature
Jedes Feature wird mit dem Entwickler (oder falls größeres Feature mit dem dafür geplanten Entwicklerteam) besprochen. Dazu werden alle notwendigen Informationen dem Entwickler bzw. Entwicklerteam übergeben auf dessen Grundlage ein Konzept erstellt werden kann. Der Entickler bzw. das Entwicklerteam nennt dem Projektleiter den dafür benötigten Aufwand. Der Aufwand aller Features wird erfasst und aufgrund dessen dem Kunden ein Angebot unterbreitet.
Prozess 4: Entwerfe je Feature
Mit Auftragseingang kann mit dem Feinkonzept der Features begonnen werden. Jedes Feature wird also technisch konzipiert und der Aufwand nochmals mit dem in Prozess 3 geschätztem Aufwand verglichen. Projektleiter und Entwickler bzw. Entwicklerteam besprechen das Konzept. Projektleiter legt die Priorität und den Zeitplan fest.
Prozess 5: Konstruiere je Feature
Das Feature wird nach Zeitplan entwickelt und zwar so, dass es 20% der Zeit vor dem internen Zeitplan fertig wird. Dabei ist täglich Feedback an den Projektleiter zu geben, damit er über aktuellen Stand und Fortschritt informiert ist. Fortschritt wird mit der abgeschätzten Zeit (Aufwand) verglichen, um zu überprüfen ob, der Entwickler im Zeitplan liegt. Ebenfalls wird das Ergebnis in regelmäßigen Zeitabschnitten überprüft, um Entwicklungsstand und Entwicklungsziel verglichen werden kann. Der Projektleiter entscheidet, nach welchem Fortschritt er die Entwicklungen jeweils mit dem Kunden bespricht. Hier kann ggf. früh eingelenkt werden, und das Feature-Konzept überarbeitet werden, falls der Kunde die Funktion etwas abgeändert hätte.