PM Camp 2011 in Dornbirn (Voralberg) steht dieses Wochenende an

Man darf gespannt sein! Diese Woche Donnerstag bis einschließlich Samstag findet das PM Camp11 in Dornbirn, Österreich, statt.

Das PM Camp wird eine Mischung aus Konferenz und Barcamp sein. Zur Unterscheidung:

Bei einer Konferenz wird ein Thema meist von einem Redner einer Gruppe vorgetragen. Der Vortragende bedient sich meist einer Präsentation über Beamer. Die anderen Teilnehmer hören nur zu. Am Ende des Vortrags erfolgt zum Vortrag eine kleinere Diskussionsrunde. Die Themen der Konferenz stehen meist vorab schon fest und sind zeitlich getaktet.

Ein Barcamp hingegen ist eine sogenannte “Unkonferenz“. Die Themen werden in Zusammenarbeit aller Teilnehmer in der “Sessionplanungsphase” gemeinsam entwicklet und zeitlich eingetaktet. Die Sessionsplanungsphase findet vor dem eigentlichen Beginn des Barcamps statt. Jeder der irgend ein Thema hat über das er gerne die anderen Teilnehmer informieren möchte oder selbst dazu Informationen sucht kann das Thema in den Raum stellen. Sind genügend Teilnehmer interessiert wird das Thema an die Planungstafel für den heutigen Tag angepingt.

“Der Name “Barcamp” ist eine Anspielung auf eine von Tim O´Reilly initiierte Veranstaltungsreihe namens FooCamp, bei der ausgewählte Personen (Friends oO’Reilly) sich zum Austausch und zur Übernachtung (Camping) trafen.”
Quelle: Wikipedia

Das PM Camp 2011 findet meines Wissens nach das erste Mal statt. Es sollten mindestens 50 Teilnehmer werden, nun sind es sogar schon über 70 Teilnehmer, vollgepackt mit PM Wissen. Interessant werden sicherlich nicht nur die theoretischen Ansätze sein, die vor allem in der Konferenz vorgestellt werden. Sondern auch das geballte Praxis-Wissen mehrjähriger Projektmanagement Erfahrung der unterschiedlichen Teilnehmer.

Meine Devise lautet hier wie bei jedem Barcamp:

“Das wichtige an einem Barcamp ist das socializing!”

Die Themen des PM Camps 2011 sind auf der Website zu finden.

Agiles Projektmanagement – Feature-Driven-Developement für Festpreisprojekte

Projektmanagement-Methoden gibt es wie Sand am Meer. Doch welche Methode für ein Unternehmen, eine Aufgabe, ein Projekt passend ist muss jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden.

Ich suche nach Methoden die sich besonders gut für Festpreisprojekte eignen und die auf kurz-läufige Projekte ausgerichtet sind. Dazu habe ich mir das Feature-Driven-Developement Modell, kurz FDD-Modell, angesehen.

FDD-Projekte durchlaufen folgende 5 Prozesse:

  • Prozess 1: Entwickle ein Gesamtmodell
  • Prozess 2: Erstelle eine Feature-Liste
  • Prozess 3: Plane je Feature
  • Prozess 4: Entwerfe je Feature
  • Prozess 5: Konstruiere je Feature

Diese wende ich nun auf meine Bedürfnisse an und setze sie wie folgt ein:

Prozess 1: Entwickle ein Gesamtmodell (Gesamtkonzept)

Ich bespreche die Gesamtaufgabe, das Ziel des Projektes, mit den hauptverantwortlichen Entwicklern. Dazu erstelle ich im KickOff-Meeting gemeinsam mit meinem Entwicklerteam ein Ablaufdiagramm zum Gesamtkonzept und notiere die Rahmenbedingungen.

Prozess 2: Erstelle eine Feature-Liste

Aufgrund des Gesamtkonzepts und des Lasten- bzw. Pflichtenheftes wird die Feature-Liste durch den Projektleiter erstellt. Diese Liste ist noch allgemein und nicht-technisch beschrieben. Diese wird mit den Entwicklern besprochen und dann aufgeteilt.

Prozess 3: Plane je Feature

Jedes Feature wird mit dem Entwickler (oder falls größeres Feature mit dem dafür geplanten Entwicklerteam) besprochen. Dazu werden alle notwendigen Informationen dem Entwickler bzw. Entwicklerteam übergeben auf dessen Grundlage ein Konzept erstellt werden kann. Der Entickler bzw. das Entwicklerteam nennt dem Projektleiter den dafür benötigten Aufwand. Der Aufwand aller Features wird erfasst und aufgrund dessen dem Kunden ein Angebot unterbreitet.

Prozess 4: Entwerfe je Feature

Mit Auftragseingang kann mit dem Feinkonzept der Features begonnen werden. Jedes Feature wird also technisch konzipiert und der Aufwand nochmals mit dem in Prozess 3 geschätztem Aufwand verglichen. Projektleiter und Entwickler bzw. Entwicklerteam besprechen das Konzept. Projektleiter legt die Priorität und den Zeitplan fest.

Prozess 5: Konstruiere je Feature

Das Feature wird nach Zeitplan entwickelt und zwar so, dass es 20% der Zeit vor dem internen Zeitplan fertig wird. Dabei ist täglich Feedback an den Projektleiter zu geben, damit er über aktuellen Stand und Fortschritt informiert ist. Fortschritt wird mit der abgeschätzten Zeit (Aufwand) verglichen, um zu überprüfen ob, der Entwickler im Zeitplan liegt. Ebenfalls wird das Ergebnis in regelmäßigen Zeitabschnitten überprüft, um Entwicklungsstand und Entwicklungsziel verglichen werden kann. Der Projektleiter entscheidet, nach welchem Fortschritt er die Entwicklungen jeweils mit dem Kunden bespricht. Hier kann ggf. früh eingelenkt werden, und das Feature-Konzept überarbeitet werden, falls der Kunde die Funktion etwas abgeändert hätte.

Besser präsentieren – die Business Psychologie

Wer musste nicht schon ein Mal etwas vor größerer Runde präsentieren. Dabei liest man sich viele Anleitungen durch zu Themen wie “eine Rede erfolgreich halten”, “erfolgreich präsentieren” oder “mit PowerPoint präsentieren”.  Jedes Buch dazu hat dann immer was Neues, etwas ganz exklusives dazu zu sagen. Beim Durchlesen eben dieser Bücher merkt man doch dann meist sehr schnell – oh je, das ist doch fast das Gleiche wie das Buch davor. Doch die Tipps bringen einen nicht weiter, denn wenn man sich die eigene Präsentation ansieht denkt man sich “würde ich da wirklich zuhören?”. – Nein.

Warum nicht? – Viele Akademiker kommen mit der selben Masche an; diese langweilt auf die Dauer. Wer hat denn wirklich Lust sich stundenlang irgendwelche PowerPoint-Folien anzusehen, die meist überladen sind von Texten und Grafiken – man muss ja alles zeigen und auch auf die Folien schreiben, damit sich die Zuhörer das besser einprägen können. Diese Annahme ist falsch und überholt.

Was also besser machen? – Vielleicht helfen folgende Anhaltspunkte dabei ein Produkt, ein Projekt oder sonstige Themen erfolgreich zu präsentieren:

eingesetzte Werkzeuge

  • besser Flipchart als PowerPoint
  • Folien mit wenig Inhalt bestücken
  • Folien so arrangieren, dass komplexe Bilder, Grafiken, Diagramme nacheinander modular eingeblendet werden.

Sprache

  • Aktivformulierungen:
    • “2000 gründete XY die Firma A.” statt “2000 wurde Firma A gegründet.”
  • Lückenfüller weglassen, z. B. das “und”
    • NICHT: Sie öffnen das Backend und geben Ihre Logindaten ein und gehen im Redaktionsinterface auf die Seite und klicken den gelben Stift an.
    • BESSER: Öffnen Sie das Backend. Geben Sie Ihre Logindaten ein. Gehen Sie im Redaktionsinterface auf die gewünschte Seite. Klicken Sie dort den gelben Stift an.
    • -> bildlich sprechen, Nebensätze vermeiden
  • einfache Wörter verwenden
  • einfache Sätze wählen
  • so reden, dass man ohne Energieaufwand zuhören kann
  • keine Worthülsen:
    • “-orientiert
    • innovativ
    • flexibel
    • dynamisch
    • Wörter einsetzen die ein Bild erzeugen!
  • keine Fachwörter
    • die Entscheidungsträger sind nicht vom Fach. Anschauliche deutsche Wörter einsetzen.
  • Bläh-wörter vermeiden
    • Beispiel “Bereich”.
      • schlecht: “Im Bereich Webentwicklung hat sich in den letzten Jahren einiges getan”
      • gut: “In der Webentwicklung hat sich in den letzten Jahren einiges getan”
    • weitere Wörter: quasi, sozusagen, eigentlich, praktisch, ich glaube, ich denke, ich bin der meinung, das heisst, an und für sich, und so weiter, letztendlich, vielleicht

Wie überprüfen, ob die eigene Präsentation einen zum zuhören bewegt? – Gehen Sie die Präsentation durch. Würden Sie Ihrer Präsentation zuhören? – oder steht schon alles auf den Folien?

- Verstehen Sie Ihre Folien auch ohne den dazugesagten Text? – Ja ? – Dann ist zu viel auf den Folien. Der Inhalt der Folien sollen das gesagte nur unterstützen nicht aber schon alles vorweg nehmen. Wenn schon alles auf den Folien steht, warum sollte man Ihnen dann noch zuhören?

ITIL

Was ist ITIL?

ITIL® (IT Infrastructure Library) ist ein international anerkanntes Rahmenwerk für das IT Service Management. ITIL ist heute der weltweite De-facto-Standard im Bereich Service Management und beinhaltet eine umfassende und öffentlich verfügbare fachliche Dokumentation zur Planung, Erbringung und Unterstützung von IT-Serviceleistungen.

Die Inhalte der aktuellen Version 3 des Rahmenwerks orientieren sich am Lebenszyklus des Services: Strategie (Strategy), Entwurf (Design), Betriebsüberleitung (Transition), Betrieb (Operation) und Verbesserung (Continual Improvement).

In dem Regel- und Definitionswerk werden die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse, Aufbauorganisation und Werkzeuge beschrieben.

Zertifizierung

Das dreistufige V3-Zertifizierungsmodell mit Grundlagen (eng.: Foundation), Weiterführendem (eng.: Intermediate) und Fortgeschrittenem (eng.: Advanced) Level basiert auf einem Lern- Punkte Erwerbs System (eng.: Credit-Point-System) und führt beim Erreichen von 22 Punkten zum neuen ITIL Diplom.

ITIL und Projektmanagement

ITIL ist keine Projektmanagementmethode. Die von OGC empfohlene Projektmanagementmethode ist PRINCE2 [Projects in controlled Environments].

Wofür ist ITIL dann gut?

ITIL ist ein durch eine Dokumentensammlung unterstützter Ansatz, Prozesse als zyklische Verbesserungsketten zu betrachten. Es wird durch viele Bücher spezifiziert, welche nach beschriebenen Service-Lebenszyklen gegliedert sind.

In jedem Buch führt zunächst ein Abschnitt in das Thema des jeweiligen Buches ein. Es folgen eine Übersicht, eine Einordnung des behandelten Themas in den ITIL-Kontext und die Beschreibung des Zwecks und der Ziele des Buches.

ITIL ist also eine Sammlung von besten Vorgehensweisen, mit denen es IT-Verantwortlichen über einen prozessorientierten skalierbaren Ansatz ermöglicht wird, Effizienzsteigerungen innerhalb ihrer IT-Prozesse zu erzielen und somit ihren Kunden einen gleichbleibenden IT-Service zu liefern.

ITIL beschreibt hauptsächlich was getan werden muss, um die Leistungsfähigkeit qualitativ hochwertiger IT Services sicherzustellen, weniger wie es getan werden muss.

Fazit

Meiner Meinung nach sollte zuerst eine Projektmanagementmethode erlernt werden, um diese dann mit ITIL verfeinern zu können. Denn man muss die Prozesse erst ein Mal geistig erfassen, bis man diese dann auch verbessern kann.

IPMA (Level D)

Heute mit Herrn Dr. Hoffmann, dem Leiter des Steinbeis- Transferzentrums in Stuttgart, gesprochen. Eine Zertifizierung allein mit der Prüfung ist möglich jedoch nicht empfehlenswert. Ich fand es sehr gut, dass er den persönlichen Kontakt gesucht hat. Weitere Informationen zu der Qualifizierung hat er mir plausibel erklärt. Das was ich raushören konnte hat mir klar gemacht, dass man diese Zertifizierung nicht unterschätzen darf. Es ist sehr viel Engagement und Fleiss notwendig um die 2 stündige schriftliche und 1/2 stündliche mündliche Prüfung erfolgreich abzuschließen. Darüberhinaus ist es notwendig ein Transferprojekt schriftlich nach den Methoden des IPMA in Form eines 50- 80 seitigem Essay abzuarbeiten.

Dennoch schreckt mich das nicht ab. Es deutet eher auf ein qualitativ hochwertigen Abschluss hin.

Deshalb wird nun hingespart und das Buch zu dieser Zertifizierung zur Vorbereitung gelesen. Ich denke, dass ich dann am Kurs im September teilnehmen werde.

IT- Projektmanagement

Nun mal was geschäftliches. Ich bin an einer Zertifizierung nach GPM im Level D interessiert.

Was das ist? – Das ist das Zertifikat für Projektmanagement – Fachmann/-frau (GPM). Diese Zertifizierung ist speziell für Führungsleute, Projektleiter/-manager, und Projektmitarbeiter.

Was die Zertifizierung bringen soll? – Der Lehrgang vermittelt umfassendes Wissen über Methoden und Verfahren des Projektmanagements auf Basis des internationalen PM-Standards der IPMA (ICB) und des aktuellen Standardwerkes “ProjektManager” der GPM. Man ist danach in der Lage, Projekte selbstständig zu planen, zu koordinieren und zu steuern. In Großprojekten kann man die Projektleitung in Assistenz aktiv unterstützen. Da für Projektleiter Handlungs- und Sozialkompetenz ebenso zu den Kernkompetenzen zählen wie fundiertes Methoden- und Organisationswissen, ist der Lehrgang in gleichem Umfang daran ausgerichtet und damit stark praxisorientiert. Man entwickelt dadurch ein ganzheitliches Verständnis von Projektmanagement.

Was ist der Haken? – Naja, die Zertifizierung kostet etwa 3.500,- EUR.

Was nun? – Ich bin gerade dabei mich zu erkundigen, ob eine Teilnahme nur an der Prüfung möglich ist. Diese würde dann nämlich nur um die 500-600 EUR kosten. Dann könnte ich dies privat machen. Wäre eine gute Investition, da ich mir dadurch eine bessere Stellung auf dem Arbeitsmarkt erhoffe.